Bättelsäcke Fahrnau 1977

Fasnacht in Südbaden!

Geschichte

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Als vierte Gruppe der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau wurden 1977 die Bättelsäcke nach einer Idee von Hans - Jörg Glatt ins Leben gerufen. Der Ursprung stammt aus der Fahrnauer Geschichte.

Am 04. Mai 1778 brach in Fahrnau eine große Feuersbrunst aus, welcher 9 Häuser und 14 Scheunen zum Opfer fielen. Bei dieser Katastrophe wurden 17 Haushaltungen und 98 Personen geschädigt, d.h. obdachlos und ohne Hab und Gut. Der angerichtete Schaden wurde auf 20.000 Gulden geschätzt. Die Fahrnauer Bürger mussten deshalb bei der Schopfheimer Gemeinde betteln gehen. Diese dringende Notwendigkeit, Kollekten zu erbitten, brachte den Fahrnauer den Namen "Bättelsäcke" ein. Der Volksmund hatte deshalb für die Fahrnauer Bürger folgenden Vers geprägt:

"Schopfe isch ä richi Stadt -
Fahrnau isch ä Bättelsack !"


Im Anfang ihres Bestehens hatten die Bättelsäcke keine Masken. Diese wurden im Jahre 1983, also sechs Jahre später, vom Bernauer Schnitzer Wassmer, kunstvoll gefertigt. Es ist eine wertvolle Bereicherung für das gesamte Häs.

Nach einem kurzen Einbruch 1984 wurde die Bättelsack-Familien-Gruppe, von Bernhard Springmann, neu gegründet.

Im Sommer 1997 wurde die Bättelsackmusik, unter der Leitung von Dieter Müller, ins Leben gerufen. Da keiner ein Instrument spielen konnte, musste viel geprobt werden. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Bättelsackmusik am Zunftabend 1998 in Fahrnau.

Die Bättelsäcke sind eine echte Familiengruppe. Es sind grundsätzliche beide Partner in der Gruppe, einschließlich der Kinder ohne Altersuntergrenze.